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Ulrike Gleisberg-Schlich

Ulrike Gleisberg-Schlich, geboren 1946 in Marburg, aufgewachsen in Kirchhundem(Sauerland). Nach Ausbildung (Erzieherin) 14 jährige Berufsausübung. Lebt seit 1973 in Troisdorf, hat sieben Kinder, malt, gestaltet in verschiedenen Techniken, schreibt seit über 30 Jahren (überwiegend Lyrik), Mitglied seit Gründung. Für sie ist Schreiben lautes Denken, Transferierung vielfältiger Erfahrungen komprimiert.


Ich liebe Dich
Sagt er
Mehr als gestern
Weniger als morgen
Und schaut ihr in die Augen
Wir lieben uns
Denkt sie
Und blickt in die Ferne
Zurück
Auch in den schwarzen
Kühlen Räumen
Grüßen Hände –
gedankenverloren
In Armen des Schweigens
Holt Erinnerung uns ein
Tastet Herz in Hand
Treffsicher
Herzschlagbebend
Vibrierend deine Stimme
Auf meiner Haut
Gleichklang
Lebensmitte
In zitternden Füßen
Noch tanzende Lust
Nicht verhallt
Zukunftsnah
Ambivalenz in den Träumen

Eifersucht

Da gibt es diese Nächte
Ich spüre deine Hände
Da hege ich Zweifel
Doch Worte zählen mehr
Da ist alles wie gehabt
Nichts zeitigt Wunder oder Wände
Das Leben läuft – leicht – lustvoll –
vielleicht
Nichts scheint schwer
Da gibt es dies Erwachen
Wie nach Exzessen
Leidenschaft – nur
Hat uns – zeitlos besessen
Nahezu zwanzig Jahre vorüber
Dass sie zuletzt gleich gegangen
Unfähig Abschied zu nehmen
Durchlöchert von Eifersucht
Durch Angst perforiert die Tage
Getroffen in fremder Ferne
Wieder – einfühlen
In lange vergessene vertraute
Geborgenheit abgleiten
In Wirklichkeit stehen sich gegenüber
Die mit Intelligenz gepaarte Strenge
Und die von Talent geführte Anmut
Seine Gründlichkeit der Überlegungen
Der Scharfsinn seiner Analyse
Beeindruckten sie noch immer
Doch teilte sie nicht
Das ist noch nicht das Ende der Eifersucht...